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Mongolei Naadam-Festival: Die Reise zwischen Steppe und Nomadenkultur

  • Autorenbild: Roxana Nothaft
    Roxana Nothaft
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Von Roxy | Roxys Travel Plan | Juli, wenn die Mongolei feiert | Lesezeit: ca. 9 Minuten


Naadam ist das authentischste Festival, das ich in Asien erlebt habe. Drei Tage Bogenschießen, Pferderennen und mongolisches Ringen, ausgerichtet seit über 800 Jahren, in Ulaanbaatar und in jedem Dorf des Landes. Wer im Juli in der Mongolei ist, plant um Naadam herum. Wer es nicht tut, verpasst das Beste.


Was Naadam ist

Naadam heißt wörtlich Spiele. Drei Disziplinen: Khuresh (mongolisches Ringen), Bogenschießen und Pferderennen mit Kindern als Jockeys (5–13 Jahre alt). Die Kombination ist seit Dschingis Khans Zeit unverändert.


Nadaam Festival in der Mongolei, Einheimische beim Bogenschiessen

Das große Naadam in Ulaanbaatar findet jedes Jahr am 11. bis 13. Juli statt. Eröffnungszeremonie im Nationalstadion, Ringen über drei Tage, Bogenschießen täglich, Pferderennen außerhalb der Stadt.


Wann und wo?

Ulaanbaatar 11.–13. Juli: das offizielle Naadam, mit der größten Eröffnungszeremonie und den besten Ringern. Tickets müssen früh gebucht werden – wir reservieren über lokale Partner. (Datum muss jedes Jahr neu überprüft werden.)


Regionale Naadams: in fast jeder Provinzhauptstadt zwischen Mitte Juni und Mitte August. Authentischer, weniger Touristen, näher am Geschehen. Mein Favorit: Naadam in Khovd oder Murun.

Plan: Ulaanbaatar Naadam für die Eröffnungsschau, dann Reise weiter ins Land. Oder umgekehrt: 5 Tage Land vorab, dann Naadam in Ulaanbaatar.



MONGOLEI | 14 Tage Muster-Reiseroute

Das ist ein Beispiel. Wir stimmen die Route auf deine Interessen ab.


Tag 1 | Ankunft Ulaanbaatar Grösser, lauter und urbaner als erwartet. Abends Spaziergang über den Sukhbaatar-Platz, erstes mongolisches Rindfleisch.


Tag 2 | Klöster & Paläste Gandan-Kloster: 900 Mönche, eine 26 Meter hohe Goldstatue. Bogd-Khan-Palast: die Welt des letzten mongolischen Herrschers, fast unberührt konserviert.


Tag 3 | Naadam-Eröffnung Das grösste Fest des Landes. Ringen ohne Gewichtsklassen und ohne Zeitlimit. Einmal gesehen, nie vergessen.


Tag 4 | Bogenschiessen & Pferderennen Die Pferde werden von Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren geritten. Faszinierend und befremdlich zugleich.


Tag 5-6 | Fahrt in die Zentralsteppe Ab hier: Jeep. Keine Asphaltstrassen, nur Reifenspuren im Gras. Karakorum, die ehemalige Hauptstadt des Mongolischen Weltreichs. Das Kloster Erdene Zuu daneben, erbaut 1586, das älteste noch bestehende der Mongolei.


Tag 7-8 | Orkhon-Tal UNESCO-Weltkulturerbe. Nomadenfamilien auf denselben Sommerplätzen seit Generationen. Airag trinken, Herde beobachten, Wasserfall mitten in der Steppe.


Tag 9-10 | Gobi-Wüste Weiterfahrt südwärts in die Gobi. Kein Sand soweit das Auge reicht, sondern Kies, Stille, Rottöne. Khongoryn Els: 80 Meter hohe Dünen, die im Wind summen. Aufstieg bei Sonnenaufgang.


Tag 11 | Eisschlucht & Flammende Klippen Yolyn Am: mitten in der Wüste liegt Eis. Bayanzag leuchtet abends orange-rot. Hier fand Roy Chapman Andrews 1922 die ersten Dinosauriereier der Wissenschaftsgeschichte.


Tag 12-13 | Rückfahrt Ulaanbaatar Zwei Tage Rückweg durch die Steppe. Kein verlorener Reisetag, sondern nochmals Weite, Stille, vielleicht eine Begegnung mit einer Nomadenfamilie unterwegs.


Tag 14 | Rückflug Ulaanbaatar, letztes Cashmere-Shopping, Heimreise.


Erweiterung auf 21 Tage

Die zusätzliche Woche geht in den Norden: raus aus der Steppe, rein in die Taiga.

Tag 5-8 | Khövsgöl-See (vor der Zentralsteppe) 135 km lang, 262 Meter tief, Trinkwasserqualität. Die Mongolen nennen ihn das Blaue Auge. Wandern, reiten, Bootsfahrt. Wer früh aufsteht, hat ihn für sich allein. Optional: Besuch der Tsaatan, der letzten Rentierzüchter der Mongolei, nur noch rund 40 Familien tief im Norden.


Der Rest folgt wie die 14-Tage-Route, etwas entspannter in den Fahretappen.


Schlafen unter Sternen in der Natur in einem Yurte in der Mongolei

Übernachten in Ger-Camps – was wirklich erwartet

Ger ist mongolisch für Jurte – das runde Filzzelt der Nomaden. Touristische Ger-Camps sind aufwändig: stabile Holzbetten mit Daunendecken, separate Sanitärgebäude, Restaurant-Ger für Mahlzeiten.


Realistisch: Stromversorgung über Solar (kein 24h-WLAN), Wasser begrenzt (Duschen morgens und abends, nicht ganztägig), Heizung über Holzofen (im Sommer reicht eine Kerze).

Premium-Camps: Three Camel Lodge (Gobi), Khulan Resort (Khövsgöl).


Kosten, Anreise, beste Reisezeit

Privat geplant mit Privatfahrer, Inlandsflügen und Premium-Ger-Camps: 5000 bis 6.500 Euro pro Person für 14 Tage inklusive Naadam. Budget Standard-Variante: 2.800 bis 3.800 Euro.


Internationaler Flug ab Deutschland: Es gibt Direktflüge ab Frankfurt.


Beste Reisezeit: Mitte Juni bis Mitte September. Naadam: 11.–13. Juli (Ulaanbaatar).


Wer die Mongolei lieben wird – und wer nicht

Du wirst die Mongolei lieben, wenn du Weite und Stille suchst, wenn du echte Abenteuer mehr schätzt als Luxus und wenn du nomadische Kultur nicht nur sehen, sondern erleben möchtest. Dieses Land belohnt Reisende, die gerne wandern, reiten, draußen unterwegs sind und sich auf Landschaften einlassen können, die oft stundenlang ohne ein einziges Haus auskommen.


Weniger geeignet ist die Mongolei, wenn du jeden Tag ein neues Boutique-Hotel erwartest, lange Fahrten vermeiden möchtest oder Komfort für dich wichtiger ist als das Erlebnis selbst. Die Entfernungen sind gewaltig, die Infrastruktur einfach und genau das macht einen großen Teil des Reizes aus.

Die Mongolei ist kein Reiseziel für eine Checkliste. Sie ist ein Land, das Zeit verdient. Zeit, um am Abend vor einer Jurte zu sitzen, Pferde über die Steppe ziehen zu sehen und die Stille zu erleben, die in vielen Teilen der Welt längst verschwunden ist.


Bereit für dein nächstes Abenteuer? Besuche Roxy’s Travel Plan und vereinbare noch heute deine persönliche Reiseberatung.


 
 
 

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