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Samarkand, Buchara, Khiva in 14 Tagen: Die beste Route auf der Seidenstraße

  • Autorenbild: Roxana Nothaft
    Roxana Nothaft
  • 17. Apr.
  • 6 Min. Lesezeit

Von Roxy | Roxys Travel Plan | Beste Reisezeit: April-Juni und September-Oktober | Lesezeit: ca. 9 Minuten

Die Route, die du nie vergessen wirst

Es gibt Reiserouten, die funktionieren. Und es gibt Reiserouten, die dich verändern. Die Route Taschkent, Chiwa, Buchara, Samarkand gehört zur zweiten Kategorie.


Es gibt Reiserouten, die funktionieren. Und es gibt Reiserouten, die dich verändern. Die Route Taschkent, Chiwa, Buchara, Samarkand gehört zur zweiten Kategorie.

Ich habe sie selbst bereist. Ich habe die Sehenswürdigkeiten gesehen, die in jedem Reiseführer stehen. Aber ich habe auch die Momente erlebt, die in keinem Reiseführer stehen. Den Tee bei einer usbekischen Familie in einer Seitengasse in Buchara. Das Schweigen vor dem Registan in Samarkand kurz nach Sonnenaufgang, als noch kein anderer Tourist dort war. Den Geruch von frisch gebackenem Non-Brot auf dem Siab-Basar.


Diese Route ist die beste Art, Usbekistan zu erleben. In diesem Artikel erkläre ich dir genau wie sie funktioniert, was du wissen musst, und warum 14 Tage der ideale Einstieg für eine Reise in Uzbekistan ist. Wenn du noch nicht weisst, ob Usbekistan überhaupt etwas für dich ist, lies zuerst: Usbekistan: Das Land, das gerade alle auf ihrem Radar haben. Hier zum Artikel.


Borneo Rainforest Lodge
Usbekistan - Die leuchtende Altstadt Khiva bei Nacht

Warum diese vier Städte und keine anderen


Usbekistan hat viel zu bieten. Das Fergana-Tal, die Nuratau-Berge, der Aralsee. Aber wenn du zum ersten Mal kommst, führt kein Weg an diesen vier Städten vorbei.


Taschkent ist die Hauptstadt, dein Einstieg ins Land, eine Stadt die dich mit ihrer Energie und ihrer sowjetischen Architektur sofort in den Bann zieht. Khiva ist die romantischste Stadt der Seidenstraße. Eine vollständig erhaltene Festungsstadt, von National Geographic 2026 als eines der wichtigsten Reiseziele der Welt ausgerufen. Den Artikel dazu findest du hier. Buchara ist das spirituelle und kulturelle Herz Usbekistans. Über 140 historische Baudenkmaeler auf engstem Raum. Samarkand ist der krönende Abschluss. Die Stadt Timur Lenks, die Perle der Seidenstraße.

Alle vier Städte sind UNESCO-Welterbestätten. Alle vier haben ihre eigene Persönlichkeit. Und zusammen ergeben sie eine Reise, die sich wie ein vollständiges Buch anfühlt.


Die Route im Detail: 14 Tage Schritt für Schritt

Tag 1 und 2: Taschkent, Ankunft und erste Orientierung


Du landest in Taschkent, der Hauptstadt mit über 3 Millionen Einwohnern. Gönn dir am ersten Tag einen langen Spaziergang durch Taskents Straßen und einem guten Abendessen. Taschkent braucht Zeit, um sich zu entfalten.

Am zweiten Tag erkunde die Stadt gezielt. Der Chorsu-Basar ist einer der lebendigsten Märkte Zentralasiens. Das Hazrat-Imam-Ensemble mit der aeltesten Koranhandschrift der Welt. Die berühmte Taschkent Metro, deren Stationen wie kleine Museen sowjetischer Mosaiktechnik gebaut wurden.


Tag 3 und 4

Khiva, das lebende Museum


Am dritten Tag nimmst du einen Inlandsflug nach Urgentsch (ca. 1,5 Stunden) und von dort ist Khiva nur 30 Minuten entfernt. Das ist der effizienteste Weg für eine 14-Tage-Reise.


Itchan Kala, die ummauerte Innenstadt Khiva, ist das erste, was dich wirklich sprachlos macht. Du gehst durch das Stadttor und du bist in einer anderen Welt. Keine Hochhaeuser, keine Ampeln, keine Moderne. Nur enge Lehmgassen, Minarette, blaue Kacheln und Menschen die ihr Leben genauso führen wie seit Generationen.


Was du in Khiva nicht verpassen darfst: Das Kalta-Minor-Minarett, das dickste und bunteste Minarett Usbekistans, das nie fertiggestellt wurde. Das Islam-Khoja-Minarett, von dem du über die gesamte Altstadt blickst. Der Pahlavan-Mahmud-Komplex, das Mausoleum des Nationalhelden, mit einer Kuppel in einem Blauton, den du nirgendwo sonst findest.


Khiva bei Sonnenuntergang auf der Stadtmauer. Das gehört zu den schönsten Momenten der gesamten Reise.


Tag 5

Die Fahrt durch die Wüste Kyzylkum

Von Khiva nach Buchara führt dich der Weg durch die Kyzylkum-Wüste, den Roten Sand. Diese Fahrt dauert je nach Route zwischen 5 und 6 Stunden. Kein Umweg, kein Nachteil. Das ist Bestandteil des Erlebnisses. Die Landschaft verändert sich vor deinen Augen. Ockerfarbene Halbwueste, gelegentliche Kamelherden, der glitzernde Amu Darja.


Auf Wunsch legt einen Stopp bei den Wüstenfestungen Ayaz Kala und Toprak Kala ein. Ruinen aus dem 1. Jahrhundert vor Christus, mitten in der Wüste. Kaum anderere Touristen werden vor Ort sein.


Orang-Utan
Kyzylkum-Wüste - der Rote Sand

Tag 6, 7 und 8

Buchara, die Edle


Buchara trägt seit Jahrhunderten den Beinamen die Edle. Wenn du ankommst, verstehst du warum. Die Altstadt ist das am besten erhaltene mittelalterliche Städtensemble Zentralasiens. 2500 Jahre Geschichte auf engem Raum, lebendig, bewohnt, atmend.


Was du hier erlebst: Die Ark-Zitadelle thront über der Stadt. Das Samaniden-Mausoleum aus dem 9. und 10. Jahrhundert ist eines der ältesten erhaltenen islamischen Bauwerke der Welt. Das Kalon-Minarett war im Mittelalter so mächtig, dass selbst Dschingis Khan seinen Truppen befahl, es zu verschonen. Der Lyabi-Hauz-Platz ist der Ort wo Buchara atmet.


Insider-Tipp: Abendessen in einer der alten Medressen, die heute als Restaurants genutzt werden. Das Nodir-Devon-Begi-Ensemble bietet von April bis Oktober Dinner mit Folklore-Show.


Tag 9

Ausflug nach Schachrisabs


Von Buchara aus lohnt sich ein Tagesausflug nach Schachrisabs, der Geburtsstadt von Timur Lenk. Die Ruinen seines nie vollendeten Sommerpalastes Ak Saray gehören zum UNESCO-Welterbe. Die Einfahrt des Palastes war ursprünglich 38 Meter hoch. Nur die Tuerme stehen noch. Das reicht.


Tag 10, 11 und 12

Samarkand, ein Absolutes Highlight


Samarkand ist anders. Nicht kompakt und geschlossen wie Khiva oder atmosphärisch gebündelt wie Buchara, sondern weitläufig, offener, fast schon fragmentarisch. Die Sehenswürdigkeiten liegen verteilt in der Stadt, eingebettet in das heutige Leben. Genau das macht den Reiz aus.


Der Registan-Platz ist trotzdem das Herzstück. Drei Medressen, perfekt aufeinander abgestimmt, monumental und detailreich. Geh mindestens zweimal hin: tagsüber für die Feinheiten der Kacheln, abends, wenn das Licht die Fassaden ruhig und fast unwirklich wirken lässt.


Die Nekropole Shah-i-Sinda zieht dich auf eine andere Art hinein. Eine schmale Gasse, gesäumt von Mausoleen, jedes mit eigenem Charakter. Weniger ein einzelner Ort, mehr ein Weg, den man langsam geht.


Das Gur-Emir-Mausoleum wirkt im Vergleich fast intim. Die Ruhestätte Timur Lenks, von außen zurückhaltend, innen überraschend reich verziert. Die Bibi-Khanum-Moschee zeigt die Dimensionen, in denen hier einst gebaut wurde. Heute teilweise Ruine, aber genau das macht ihre Wirkung aus.


Und dann das Observatorium des Ulug Beg. Kein klassisches Highlight, sondern ein Ort, der zeigt, dass Samarkand nicht nur prachtvoll, sondern auch wissenschaftlich bedeutend war.


Samarkand ist kein einzelner Höhepunkt. Es ist eine Stadt, die sich aus vielen Eindrücken zusammensetzt. Weniger inszeniert, dafür vielschichtiger.


Tag 13 und 14

Rückkehr nach Taschkent und Abreise


Der Afrosiyob-Hochgeschwindigkeitszug bringt dich in etwas mehr als 2 Stunden von Samarkand zurück nach Taschkent. Das ist kein lästiger Transfer. Das ist ein würdiger Abschluss. Du sitzt im modernen Zug, schaust auf die Landschaft und lässt die vergangenen zwei Wochen Revue passieren.


Was du für diese Route wissen musst

Infos für dich:

Die beste Reisezeit: April bis Juni und September bis Oktober. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehm (20 bis 30 Grad), das Licht ist goldener, und die Aprikosenbäume tragen Früchte oder Blüten. Die Verbindungen zwischen den Städten: Taschkent nach Khiva: Inlandsflug, etwa 1,5 Stunden. Empfohlen, denn die Zugfahrt dauert 15 Stunden. Khiva nach Buchara: Fahrt durch die Wüste, etwa 5 bis 6 Stunden. Das ist Erlebnis, kein Umweg. Buchara nach Samarkand: Entweder Bus über Schachrisabs (4 bis 5 Stunden) oder Afrosiyob-Hochgeschwindigkeitszug in 1 Stunde 40 Minuten. Samarkand nach Taschkent: Afrosiyob-Zug, etwas mehr als 2 Stunden.


Einreise: Deutsche, Österreicher und Schweizer reisen visafrei für bis zu 30 Tage ein. Keine Beantragung, kein Warten. (Alle Angaben zu Einreise- und Visabestimmungen erfolgen ohne Gewähr. Bitte informiere dich vor Reiseantritt über den aktuellen Stand, da sich Bestimmungen kurzfristig ändern können.)

Warum diese Route als organisierte Privattour mehr Sinn ergibt: Ich sage das nicht weil ich Touren verkaufe. Ich sage es weil ich beide Varianten kenne. Selbst organisieren ist möglich. Aber wenn du 14 Tage in einem Land hast, das du noch nicht kennst, dann ist jede Stunde die du mit Koordination verbringst eine Stunde die du nicht mit Erleben verbringst.


Unsere Entdecke Usbekistan Tour folgt exakt dieser Route. Privat, sorgfältig kuratiert, mit lokalen Guides die nicht nur Fakten aufsagen sondern Geschichten erzählen. Mit Unterkünften die ich persönlich ausgewählt habe. Hier gehts zur Tour. Oder schreib mir direkt. Ich beantworte jede Frage persönlich und passe die Route auf dich an.


Als letzte Information

Mehr Zeit als 14 Tage?


Wenn du etwas mehr Zeit mitbringst, eröffnet Usbekistan noch einmal ganz andere Facetten. Neben den historischen Städten lassen sich auch beeindruckende Berglandschaften und unberührte Natur wunderbar in die Reise integrieren. Diese Ergänzungen sind kein Muss, sondern eine Möglichkeit, die Reise noch individueller zu gestalten.


Gerne planen wir auch hier gemeinsam mit dir weiter und entwickeln Ideen, die genau zu deinen Interessen passen.


Du willst mehr über die beste Reisezeit in Usbekistan wissen? Hier zum Artikel : Beste Reisezeit, Frühling oder Herbst.



 
 
 

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